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Videospiele in deutschen Klassenräumen

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videospiele in der schuleBesonders für Kinder und Jugendliche sind Videospiele heute bereits fest in deren Alltag verankert, dennoch werden diese in der Schule noch eher stiefmütterlich behandelt. Dabei könnten Spiele auch dort, durchaus Ihren Beitrag leisten.

So gelten diese bereits heute genau wie Musik, Filme oder klassische Literatur als ein Kulturgut. Zudem spielen alleine in Deutschland etwa 34 Millionen derartige Videospiele. Und auch unter Kindern sind solche Spiele immer mehr verbreitet und diese fangen immer früher mit dem Spielen an. Auch der Besuch von Kanzlerin Angela Merkel im Rahmen der Gamescom 2017 machte einmal mehr deutlich, wie fest Videospiele bereits in unserer Gesellschaft verankert sind und welchen Stellenwert diese besitzen. Auch die Bundeskanzlerin zeigte sich im Anschluss an Ihre Erlebnisse auf dieser Messe beeindruckt von den heutigen Möglichkeiten, auch was deren Einsatz im Bildungsbereich betrifft. Aus Ihrer sich können Videospiele in Zukunft dazu beitragen, junge Menschen in Ihren Interessen zu bestärken und diese zu fördern. Dazu merkte Sie an, dass sich hierfür auch Bildungseinrichtungen mit Videospielen beschäftigen müssten, was heute jedoch noch viel zu selten der Fall ist, wie der Geschäftsführer des game-Bundesverbandes, Felix Falk, bedauert.

Videospiele in der Schule

Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel und so setzt unter anderem Tobias Hübner, in seiner Funktion als Lehrer für Deutsch und Religion an einem Gymnasium in Düsseldorf, regelmäßig Videospiele in seinem Unterricht ein. Zudem stellt er auf seinem Blog www.medienistik.de, Informationen über die Gestaltung des Schulunterrichts unter der Verwendung von Videospielen, zur Verfügung. Unter anderem kommt in Hübners Unterricht auch der Einplatinencomputer Raspberry Pi praktisch zum Einsatz, mit welchem die Schüler eine Taste programmieren müssen, mit der die Steine in dem PC-Spiel „Minecraft“ bewegt werden können. Hierfür nutzen die Schüler die Programmiersprache „Scratch“, die am Massachusetts Institute of Technology eigens auf die Anforderungen von Kindern hin entwickelt wurde. Auf diese Weise lernen die Schüler so im Unterricht spielend Programmieren.

Generell ist festzustellen, dass in vielen Fällen besonders das das Klötzchenspiel Mincraft, gerne zum Vermitteln von Programmierkenntnissen genutzt wird. Kein Wunder, bietet dieses Spiel dem Anwender doch äußerst viel Gestaltungsfreiraum um der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Selbst eine eigens entwickelte Unterrichtsversion des Spiels ist mittlerweile erhältlich, deren Community ebenfalls äußerst aktiv ist und mittlerweile über 2 Millionen Mitglieder umfasst.

Doch auch andere Spiele bieten derartige Möglichkeiten, so bietet der neueste Ableger der Assassin’s Creed-Reihe seit kurzem einen Spielmodus, abseits des eigentlichen Spielgeschehens, mit dem Namen „Die Entdeckungstour“, in welchem die Spieler in 75 Touren, ganz ohne Action, in ein virtuelles Museum eintauchen können. Dort bereisen diese Historische Orte und treffen auf Persönlichkeiten aus der Vergangenheit wie Kleopatra.

Videospiele sind vielseitig

Laut dem Psychologen Malte Elson, könne der Gebrauch von Videospielen, aufgrund Ihrer Vielseitigkeit, durchaus von Vorteil sein. Diese könnten zudem motivierend auf die Schüler wirken und durch die Visualisierung täten sich gänzlich neue Möglichkeiten auf.

Doch muss der Einsatz von Spielen im Unterricht auch aus pädagogischer Sicht sinnvoll sein, da sonst die Gefahr besteht, dass der hiervon erhoffte Lerneffekt verpufft. Daher erfordert der Einsatz von Spielen im Unterricht in den Meisten Fällen noch sehr viel Eigeninitiative der Lehrer und zudem eine lange Vorbereitungszeit. Denn bislang gibt es nur sehr wenig Begleitmaterial über den Einsatz von Spielen im Unterricht. Lediglich unter „Open Educational Resources“ und über das Projekt „Digitale Spielwelten“ der TH Köln, finden Lehrkräfte einige Ansatzpunkte für den Einsatz von Videospielen im Schulunterricht.

Neben dieser Hürde stellt sich an vielen Schulen jedoch zudem die technische. So sind hier in vielen Fällen die Computer nicht mehr auf dem aktuellen Stand, um moderne Spiele hierauf zum Laufen zu bringen. Kein Wunder, gehören doch an deutschen Schulen noch heute noch Overhead-Projektoren und Videorekorder zum Standard.

Spiele müssen präsenter werden!

Die Medienpädagogin Christiane Schwinge und Ihr Team der Initiative „Creative Gaming“ haben daher eine Computerspielschule in Hamburg gegründet. An jedem Freitag können dort die neusten Videospiele, in der Bücherhalle in Hamburg, gespielt werden. Das Angebot reicht hierbei von den Bekanntesten Spielen bis hin zu eher unbekannten Indie-Produktionen. Zudem steht hier das gemeinsame Spielen im Mittelpunkt und so reden die Jugendlichen hier auch über Erfahrungen, drehen gemeinsam YouTube-Videos. Nach Meinung der Leiterin der Computerschule, käme diese Auseinandersetzung mit Videospielen im Schulunterricht viel zu kurz. Aus diesem Grund gibt Sie auch Workshops an Schulen und gibt Ihre Erfahrungen somit an die Lehrkräfte an Schulen weiter.

eSport – Spiele als Wettkampf

Auch das Wettkampfmäßige Betreiben von Videospielen, eSport genannt, wird in Zukunft immer präsenter werden. An Universitäten werden vereinzelt die ersten Mannschaften gegründet und auf der ganzen Welt messen sich bereits die Profis in Spielen wie League of Legends, oder Fifa 18.

Hierbei Trainieren die Spieler besonders Ihr strategisches Denken, Ihre Hand/Augen Koordination sowie die Teamfähigkeit. Zudem müssen die Spieler stets dazu in der Lage sein, sich auf immer wechselnde Situationen, schnellstmöglich einzustellen und mit diesen umzugehen. Diese Fähigkeiten sind es, die auch in der modernen Arbeitswelt von einer großen Anzahl von Firmen gesucht werden. In Skandinavischen Ländern wie Schweden und Norwegen, steht eSports bereits in den Schulen auf dem Lehrplan. Seitdem Schüler an der norwegischen „Vidaregåande Skule“ in zwei eSports-Klassen gemeinsam trainieren können, haben sich die Anmeldungen an dieser Schule verdoppelt.

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