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Altersfreigabe und Jugendschutz bei Computerspielen

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jugendschutz computerspieleFast jedes Videospiel ist durch eine Altersfreigabe gekennzeichnet. Die Altersfreigabesiegel werden durch die Farben Gelb, Grün und Rot hervorgehoben. Vergeben werden diese von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle. Umgangssprachlich, die USK. Sie ist für die Überprüfung von Spielen zuständig und entscheidet vorläufig, ab welchem Alter ein Spiel freigegeben wird.

Was beinhaltet die Arbeit bei der USK?

Was sich viele Gamer erträumen, ist bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle tägliche Arbeit. Bereits mehrere Monate vor dem Verkaufsstart eines neuen Spiels bekommen die Tester diese Videospiele vorgelegt. Ihre Aufgabe ist es, ein Computerspiel von Anfang bis Ende durchzuspielen. Dadurch wird eine optimale Prüfung des Games gewährleistet. Umso komplexer die Handlung, umso länger wird gespielt.

Nur spielen alleine genügt natürlich nicht. Ein Prüfgremium aus vier Jugendsachverständigen erwartet einen kurzen und informativen Bericht zum Spiel. Somit ist es ebenfalls Aufgabe der USK, ein komplettes Spiel kompakt in Worte zu fassen. Die hervorgehobensten Sequenzen eines Spieles werden bei der Präsentation live vorgespielt und dem Gremium erläutert.

Die Aufgaben des Gremiums

Heutzutage besitzt das Gremium einen größeren Bezug zu den Jugendlichen. Früher wurde es oftmals kritisiert, da die Jugendsachverständigen nur wenig mit Computerspielen zu tun hatten. Dies hat sich im Laufe der Zeit verbessert.

Das Gremium ist für die weitere Einstufung der Freigabe eines Spieles zuständig. Nach der Präsentation wird über die Neuerscheinung gesprochen. Der Tester bleibt währenddessen anwesend, um möglich aufkommende Fragen beantworten zu können. Missverständnisse können somit von Anfang an vermieden werden.

Das Spiel wird in eine der fünf Altersgruppen eingestuft. Dies natürlich nach dem Jugendschutzgesetz (JuSchG). Ist dies geschehen, geht es einen Schritt weiter und zur Abschlussprüfung.

Der Staat entscheidet

Zwei ständige Vertreter der Obersten Landesjugendbehören (OLJB) haben das letzte Wort. Sie entscheiden über jenes farbige Altersfreigabesiegel, welches auf dem Spiel schlussendlich abgedruckt wird.

Das Computerspiel wird ohne Altersbeschränkung freigegeben, ist es jugendschutzrechtlich unbedenklich. Erweckt es den Anschein, dass es nicht für jedes Kind oder jeden Jugendlichen geeignet ist, wird es nochmals unterteilt. Hierbei sind die drei Freigabestufen ab 6 Jahren, ab 12 Jahren und ab 16 Jahren gemeint.

Ein Spiel erscheint ohne Jugendfreigabe, also ab 18 Jahren, wenn es in keinster Weise für Jugendliche geeignet ist. Unter gewissen Umständen wird das Spiel an die Prüfstelle weitergeleitet. Dies ist der Fall, wenn es Indizierungskriterien der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien aufweist. Vorerst erhält es somit noch keine Freigabe. Kommt vorläufig noch nicht in den Verkauf.

Viele Kriterien sind entscheidend

Die Firmen senden der USK oftmals Videomaterial zu. Dieses zeigt Ausschnitte des Spiels, welche die meisten Fragen aufwerfen könnte. Schließlich ist es auch für die Entwickler wichtig, dass ihr Spiel die richtige Altersfreigabe erhält.

Die Altersfreigabe springt schnell eine Stufe nach oben. Beispielsweise handelt es sich um ein Kinderspiel, der Handlungsdruck ist jedoch weit oben angelegt. Somit ist es rasch erst ab sechs Jahren geeignet.

Die Einstufung für Jugendliche unterscheidet sich durch Nähe zum Handeln. Die höchste Altersstufengruppe wird gewählt, ist der Jugendliche nah am Geschehen im Spiel. Beispielsweise es werden brutale Interaktionen gefordert. Handelt es sich jedoch nur beiläufig darum, zum Beispiel bei Strategiespielen, dann kann die Alterseinstufung bereits wieder nach unten absteigen.

Der Handel ist stets verpflichtet, beschlossene Altersfreigaben einzuhalten und darf nicht dagegen verstoßen. Wichtig ist auch, dass das Computer- oder Videospiel in die richtigen Hände gerät. Darum gilt, bei höher eingestuften Spielen vorzugsweise den Ausweis zeigen zu lassen.

Eltern mit einbeziehen

Vergebene Alterseinstufungen beschließen lediglich, dass ein Spiel keine Risiken für ein Kind, einen Jugendlichen, birgt. Das Heranwachsen wird nicht negativ beeinflusst. Jedoch heißt das nicht, dass die angegebene Altersgruppe empfehlend auf dieses Produkt angesprochen wird. Es handelt sich nicht um einen pädagogisch wertvollen Hintergrund.

Erziehungsberechtigte können sich selbst auf Spieleratgeberseiten informieren. Hegt das Kind den Wunsch nach einem Spiel, so ist es vielleicht ratsam, sich als Elternteil darüber schlau zu machen. Herauszufinden, ob es wirklich eine gute Entscheidung ist, dieses Computerspiel zu kaufen.

Eine weitere Variante bietet sich im gemeinsamen Spiel. Eltern können sich das Spiel von ihren Kindern vorstellen lassen. Das Computerspiel kann gemeinsam begonnen werden und Eltern können bei fragwürdigen Inhalten, fortan das Gespräch mit ihren Teenagern suchen. Auf diese Weise können mögliche Bedenken beiseitegeschafft oder aber eine Spielalternative gewählt werden.

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